Samstag, 13. Juni
13:00 Uhr Foyer
Öffnung der Ausstellungsräume
13:00 Uhr Aktionsraum
Milica Dukič
Workshop zeitgenössische Stickerei DGS
Workshops für zeitgenössische Stickerei leitet Milica Dukić seit fünf Jahren und lädt dabei unterschiedliche Gruppen und Einzelpersonen ein, sich ihr im Prozess des gemeinsamen künstlerischen Schaffens anzuschließen. Durch einen unkonventionellen Zugang zur Sticktechnik eröffnet der performative Charakter der Workshops einen Raum für Experiment, Forschung und den Austausch von Erfahrungen. Dieser Prozess umfasst nicht nur die Arbeit mit Textil, sondern auch die Etablierung eines Dialogs, den Aufbau gegenseitigen Vertrauens sowie die Entwicklung neuer Formen der Kommunikation und Vernetzung unter den Teilnehmenden.
So wird der Workshop zu einem Ort der Begegnung, an dem sich individuelle Ausdrucksformen zu einer kollektiven Erfahrung verweben.
In englischer Sprache mit Übersetzung ins Deutsche (zu Beginn und zum Ende)
Dauer ca. 3 Std. (180 Min.)
13:00 Uhr und 16:00 Uhr Innenhof
Christoph Seidel
Workshop Grafische Techniken im KunstContainer
Workshopangebot mit Christoph Seidel aus Osnabrück mit dem Schwerpunkt grafische Techniken und Zeichnungen mit Grafit, Kohle, Tusche und schwarz-weiß-grau, Gouache und Acryl
Thematisch bezieht sich der Workshop auf den Roman „Satanstango“ von Lazlo Krasznahorkai.
Samstag und Sonntag 13:00 Uhr und 16:00 Uhr
Dauer je ca. 120 Min.
13:00 Uhr Innenhof
Stephan Schwarzmann und Anett Langer
Workshop Murmelbahn
Bauen und spielen: Offener Workshop
Es entstehen poetische Installationen, die die Menschen miteinbeziehen,
voller Bewegung, spielerischer Leichtigkeit, einem Augenzwinkern und
dabei hintergründig philosophisch.
Dauer nach Belieben. Einfach kommen und mitmachen, wenn Platz ist, bis ca. 18:00 Uhr
13:00 Uhr und 15:00 Uhr KinderKunstRaum
Künstler*innen der IDYLLEREI, Lynn Ohrndorf und Nadine Zenker
Workshop IDYLLEREI Kunstfundus
Workshop mit Künstler*innen der IDYLLEREI unter der Leitung von Lynn Ohrndorf und Nadine Zenker
Dieser Workshop gibt einen Einblick in das Arbeiten und Treiben eines für viele Menschen verborgenen Ortes. Wie ein Schachtelschatz, der erst gefunden werden will, präsentiert sich das Atelier als Modell im Maßstab
1 : unbekannt. Was genau passiert, weiß man nie, sicher ist nur die Überraschung.
ln kleinen Workshops könnt Ihr in die Welt der Künstler*innen eintauchen.
Samstag und Sonntag jeweils 13:00 und 15:00 Uhr für ca. je 1 Stunde, außerhalb der Workshop-Zeiten gibt’s ein „offenes Atelier".
13:00 Uhr Chorsaal
Amalija Stojsavljević
An den Rändern der Sichtbarkeit DGS
Vortrag über Outsider-Kunst und inklusive Praktiken im ehemals jugoslawischen Raum
An der Schnittstelle von Sichtbarkeit und Ausgrenzung zeichnet dieser Vortrag künstlerische Praktiken nach, die aus den Randbereichen hervorgehen – Outsider-Kunst und inklusive Ansätze – im postjugoslawischen
Kontext. Durch die Bestandsaufnahme von Künstler*innen, Kollektiven und Institutionen aus verschiedenen Medien reflektiert der Vortrag darüber, wie diese Praktiken sich einer Kategorisierung entziehen, dominante
Hierarchien hinterfragen und Raum für alternative Erzählungen schaffen. Neben der bildenden Kunst befasst sich der Vortrag auch mit performativen Praktiken, darunter Theater, als wichtige Kontexte für inklusiven und
marginalisierten künstlerischen Ausdruck. Darüber hinaus werden die sozialen, politischen und kulturellen Bedingungen betrachtet, die diese Formen des künstlerischen Schaffens prägen.
Amalija Stojsavljević (geb. 1984 in Pančevo) ist Kunsthistorikerin, Kuratorin und Kulturvermittlerin und lebt in Wien. In ihrer Arbeit setzt sie sich kritisch mit Andersartigkeit, Reproduktionsarbeit und feministischen künstlerischen Strategien auseinander, oft vor dem Hintergrund postjugoslawischer und
migrantischer Perspektiven. Parallel dazu beschäftigt sie sich mit Outsider-Kunst und konzentriert sich dabei auf Fragen der Sichtbarkeit, der künstlerischen Anerkennung und institutioneller Rahmenbedingungen.
Seit Februar 2025 gehört Amalija zum künstlerischen Team des TEATA, eines neuen mehrsprachigen Theaters in Wien, das sich derzeit im Aufbau befindet. Im Rahmen des TEATA entwickelt sie eine Strategie zur Öffentlichkeitsarbeit sowie ein Begleitprogramm, das künstlerisches Schaffen mit verschiedenen örtlichen Initiativen und Gruppen verbindet und inklusive Räume für kulturelle Teilhabe schafft. Im selben Jahr begann sie ein Masterstudium am UNESCO-Lehrstuhl für Kulturpolitik und -management (Interkulturalität und Mediation auf dem Balkan) an der Universität der Künste in Belgrad.
Vortrag in englischer Sprache mit Übersetzung ins Deutsche / Dauer ca. 45 Min.
15:00 Uhr Chorsaal
Jaromír Typlt und Vladimír Drábek
Die Galerie ART BRUT PRAHA und das Ateliér radostné tvorby DGS
Die Galerie ART BRUT PRAHA ist eng verknüpft mit dem Ateliér Radostné Tvorby. Jaromír Typlt, Performer, Dichter und Essayist, leitet die Galerie seit 2020, die in sehr kurzer Zeit einen internationalen Ruf erlangt hat. Anlässlich der Idyllerei26 kuratieren Vladimír Drábek und Jaromír Typlt Arbeiten aus dem Ateliér Radostné Tvorby. Art Brut Praha entwickelt sich als Hotspot in der osteuropäischen Kunstszene am Rande des Mainstreams. Jaromir Typlt ist mit seinen sehr guten europaweiten Kontakten in der Art Brut und Outsider Art Bewegung verantwortlich für den Erfolg der Galerie. In seinem Vortrag auf der IDYLLEREI26 wird er über die Geschichte der Galerie berichten und uns einen wesentlichen Einblick geben, über die tschechische Entwicklung der Kunst am Rande des Kunstbetriebs. Vladimír Drábek ist der Gründer der Galerie ART BRUT PRAHA und Mitbegründer des „Ateliers für freudiges Schaffen“ (Ateliér radostné tvorby). Dabei handelt es sich um ein Atelier für künstlerisch begabte Menschen mit Behinderung.
Vortrag in deutscher und tschechischer Sprache mit deutscher Übersetzung. Dauer ca. 45 Min.
16:00 Uhr Chorsaal
Ondřej Sekanina
Die Kunst von La Inthonkaew DGS
Vortrag über die thailändiche-tschechische Künstlerin La Inthonkaew und seine Tätigkeit als Sammler sowie über den Zustand der Art Brut und Outsider Art in Hinsicht auf die besonderen politischen Verhältnisse Osteuropas.
Ondřej Sekanina ist ein Sammler und Entdecker in der Outsider Art und Art Brut Bewegung. In Vorträgen und Artikeln spricht und schreibt er über die Künstler*innen am Rande des Kunstbetriebs. Er ist Jurist und leidenschaftlicher Vertreter von Kunstschaffenden der Art Brut und Outsider Art Szene. Sekanina unterstützt die Künstler*innen in ihren Entwicklungen und macht sie in Polen und Tschechien bekannt. Er ist Mitglied der European Outsider Art Association EOA und vertritt den Ableger der abcd Sammlung – der größten französischen Sammlung der Art Brut – in Prag.
Vortrag in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung. Dauer ca. 45 Min.
17:00 Uhr Bühne Innenhof
Metzer 58
Konzert mit der Lebenshilfe-Band aus Münster
Lebenshilfe Münster, Anfang 2012: Der Freizeitbereich gründet einen offenen Musiktreff für alle, die Spaß am zwanglosen Musizieren haben, dadurch Freiräume erschließen und gestalten wollen. Zwei Jahre nach Beginn wird aus dem Treff eine Band. Erste eigene Lieder werden geschrieben, es geht in Richtung Punk. Ende 2014 finden die ersten Konzerte statt und die Fans in und um Münster werden mehr. Der Musiktreff ist zur Band geworden und hat einen Namen gefunden: Metzer 58.
Bandmitglieder: Kai alias Bombe / Andreas alias Matze / Juliano alias J.C. / Lennart / Ergun alias Ecki
Markenzeichen der Band: Jedes Konzert dauert genau 58 Minuten!
18:30 Uhr Innenhof
Teatro due Mondi
Workshop Theater ist Begegnung DGS
Übungen und Spiele zum Entdecken der anderen
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Theaterpädagogik, die für uns eine Gelegenheit zum Austausch und Dialog mit den Menschen einer Gemeinschaft ist. Wir blicken auf eine langjährige Erfahrung in der Planung und Durchführung von theaterpädagogischen Projekten in Italien und im Ausland zurück. Oft sind diese Projekte auf Kinder und Jugendliche oder auch auf sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen zugeschnitten.
Wir haben eine Methode entwickelt, die es ermöglicht, zwischen verschiedenen Kulturen zu vermitteln, Menschen zusammen zu bringen und Integrationsprozesse in Gang zu setzen, die die Solidarität in der Gesellschaft festigen. Die Theaterarbeit wird so zu einem Instrument, mit dem soziale Inklusion befördert wird und bei der auch Menschen mitmachen können, die keinerlei Theatererfahrung haben. In unseren Workshops erleben die Teilnehmer*innen, wie das Theater Einfluss auf Personen und die Realität nehmen und Dialogbereitschaft, Poesie, Kommunikation und Emotionen erzeugen kann. In unseren Workshops mit Nicht-Schauspielern bekommen soziale Randgruppen die Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen: das Theater wird soziales Kommunikationsmittel und trägt gleichzeitig zum persönlichen Empowerment bei.
18:30 Uhr Foyer
Michal "Mišo" Kralovič
Der Künstler Maroš Nawalany DGS
Vortrag und Performance mit Michal »Mišo« Kralovič, Bratislawa (Sk)
Der Schwerpunkt von Michal Mišo Kralović aus liegt auf kreativen und aktivitätsorientierten Therapien – Kunsttherapie, Musiktherapie und Bibliotherapie. Er ist im Zentrum für soziale Dienste für Menschen
mit geistiger Behinderung in Bratislava tätig. Hier hat er das Werk von Maroš Nawalany kennengelernt, das er schon in einigen Ausstellungen in der Slowakei und in Tschechien präsentiert hat. Mišo wird irgendwo auf
dem Festival zu hören sein, solo, mit seiner Gitarre und seinen Liedern. „Ich werde einige Lieder spielen, die ich auch in der Musiktherapie spiele – es handelt sich um Eigenkompositionen, die auf die Bedürfnisse und die
Wahrnehmung der Welt unserer Klienten ausgerichtet sind. Darüber hinaus werde ich auch eine kurze Auswahl meiner eigenen Kompositionen spielen, die ich manchmal zum Spaß in Cafés oder Garagen in Bratislava/der Slowakei zum Besten gebe.“
Michal Kralovič absolvierte die Pädagogische Fakultät der Comenius-Universität in Bratislava. Er erwarb seinen Master-Abschluss in Heilpädagogik 2007.
Vortrag in englischer Sprache, übersetzt ins Deutsche
20:00 Uhr großer Saal
Brachland Ensemble
The Beginning DGS
Theater und Film mit akustischer Bildbeschreibung
The Beginning wird simultan als live-Film und Theaterstück auf der IDYLLEREI zu sehen sein. Drei Jahre hat das inklusive Team an dem Science-Fiction-Stück gearbeitet. Es geht um die Zukunft der Menschen, denn die Menschheit muss die Erde verlassen. Wie kann die Menschheit von vorne anfangen? Wer darf mit, wenn wir die Erde verlassen müssen? Wie kann ein Leben auf einem anderen Planeten aussehen? Mit starken Bildern, teils düster, aber auch schräg und humorvoll sind Film und Theaterstück aufgebaut.
Konzept und Regie führt bei Film und Theaterstück Gunnar Seidel. Das Brachland Ensemble ist eine professionelle Theatergruppe, die Theater und politische Bildung verbindet. Die Gruppe hat für ihre Arbeit
bereits zahlreiche Preise erhalten. Das Projekt „The Beginning“ entstand in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Region Kassel, der Lebenshilfe Nürnberg und dem Kulturbüro Muggenhof/Kulturwerkstatt auf AEG.

